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TORE TANZT

TORE TANZT

D 2013, Spielfilm, DF, 110 Min.
Regie & Buch: Katrin Gebbe Kamera: Moritz Schultheiß Schnitt: Heke Gnida Produktion: Junafilm Darsteller: Julius Feldmeier, Sascha Alexander Gersak, Annika Kuhl

Tore ist Anhänger der Jesus Freaks und will bei den religiösen Punks in Hamburg ein Leben nach christlichem Vorbild führen. Als er einer Familie bei einer Autopanne hilft, glaubt er, Zeuge eines Wunders zu seun und knüpft Freundschaft mit dem Familienvater Benno. Kurze Zeit später zieht er zu der Familie in den Schrebergarten und ahnt nicht, welche grausamen Erlebnisse ihm noch bevorstehen werden. Fest in seinem Glauben verankert, bleibt Tore trotz der drohenden Gewalt und widersetzt sich auf seine Art. Es beginnt ein Kampf zwischen Triebhaftigkeit und aufopfernder Nächstenliebe.
Es ist nicht einfach zu bestimmen, was bei „Tore tanzt“ im Vordergrund steht. Ist es ein Film über religiösen Fanatismus, über Sadismus oder einfach ein Thriller?
Eines ist der Debütfilm von Katrin Gebbe aber auf jeden Fall: Ein verstörender, einnehmender, spannender Film, der dem Zuschauer viel abverlangt.
In Cannes, wo der Film in der Sektion «Un Certain Regard» seine Premiere feierte, reagierte das Publikum mit grenzenloser Begeisterung oder mit empörter Ablehnung. Dazwischen gibt es bei diesem Film wohl nichts.

Katrin Gebbe: geboren 1983, studierte Kunst und visuelle Kommunikation an der Academy of Visual Arts in Enschede, wo sie erste Kurz- und Experimentalfilme drehte.

Presse: Überzeugend und verstörend (Die Welt) / Aktuelles und radikales Kino aus Deutschland (BR)

www.tore-tanzt.com

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